Über RED Silence

RED Silence – Kunstinstallation und Durational Performance
Gewidmet allen Frauen* und für ein Ende der Gewalt an Frauen*


RED Silence ist eine Produktion von Aiko Kazuko Kurosaki und OBRA – One Billion Rising Austria in Kooperation mit der Plattform 20000 Frauen und der Allianz GewaltFrei leben und wird unterstützt von der MA57.


Red Silence wird unterstützt von der MA57
1. Performance RED, Q202-Atelierrundgang 2017 © Petra Paul

RED Silence ist…

  • eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum
  • ein partizipativer Raum der Teilnahme – online und offline
  • eine ongoing Performance
  • den Frauen* gewidmet
  • Stille, die hörbar / sichtbar wird
  • ein Tanzmarathon
  • silent protest
  • Frauen*sache
  • eine Mahnwache

Tanzen für…

  • ein Ende der strukturellen / physischen / psychischen / häuslichen / im Cyberraum stattfindenden Gewalt an Frauen*
  • ein echtes Miteinander
  • echte Gleichwertigkeit – Gleichstellung – Gleichberechtigung
  • den langen Atem – bis sich etwas verändert
  • eine Verbesserung der prekären Lage von Künstlerinnen der freien Szene Feminismus und Empowerment die Sichtbarmachung der frauenbezogenen Themen
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zur Gewaltprävention

Konzept, Ausführung und Performance: Aiko Kazuko Kurosaki

Ort und Zeit

Kärnter Straße, neben der Wiener Staatsoper, 1010 Wien
Sa., 22. 8. 2020 bis Sa., 19. 9. 2020, täglich 8 Stunden, von 13:00 bis 21:00 Uhr

Konzept

RED Silence ist eine getanzte, performativ künstlerische Intervention im öffentlichen Raum: Aiko Kazuko Kurosaki tanzt, ganz in Weiss gekleidet, mit einer roten Schnur, in Slow-Motion über den Zeitraum von 29 Tagen als andauernde Performance am öffentlichen Platz.

Die Aktion findet in einer Kunstinstallation, bestehend aus einem portablen roten Sonnenschirm an dem die Inhalte auf Papier angebracht werden und einigen Paaren roter Schuhe als Hinweis für Femizide sowie eine Laterne mit orangefarbenem Licht (Hinweis auf Orange the World! – eine UN Women Aktion für die Beendigung der Gewalt an Frauen*), statt.

RED Silence ist ein künstlerischer Akt um Raum und Zeit zu schaffen, um auf die Urgenz der Behandlung und Förderung der Frauen*themen, insbesondere Gewaltschutz und Gewaltprävention, hinzuweisen.

Inhaltlicher Hintergrund

Hingabe, Empathiefähigkeit, Beharrlichkeit, Zähigkeit und Ausdauer sind Eigenschaften, die Frauen* oft zugeschrieben werden. Aber genau diese Attribute bringen Frauen* oftmals in eine Lage der Überforderung.
In RED Silence wird mit den genannten Zuschreibungen gearbeitet – als Zeichen und Würdigung der Frauen*.

Viele Frauen* sind in den sogenannten „systemrelevanten“ Berufen, haben Kinder, sind oft Alleinrerzieherin und in dauerprekären Lebensumständen. Im Shutdown der Coronakrise waren sie noch stärker Mehrfachbelastungen und der Gefahr vor häuslicher Gewalt ausgesetzt. Auch die Femizidrate in Österreich steigt und es besteht akuter Handlungsbedarf. Viele der feministischen Initiativen handeln und arbeiten aktiv für die Erlangung der echten Gleichstellung, weil sie ein wichtiger Schritt aus der Gewaltspirale ist. Aber eine wirkliche Verbesserung kann nur in aktiver und direkter Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft mit der Politik erreicht werden.

Kunst fördert die Sichtbarkeit der Problemstellung, regt den Diskurs an und ist daher ein wichtiger Bestandteil der Bewusstseinsbildung.

Partizipative Aspekte

RED Silence bietet den Platz und Zeit zur Kooperation mit feministischen Initiativen in Form von Parallelaktionen wie Diskussionen, Ansprachen, Kundgebungen, etc…

Themen, Lösungsansätze, Manifeste, Visionen, Wünsche sind Teil der Kunstinstallation und können hier als Kommentare geteilt werden – oder bei längeren Beiträgen von entsprechender Relevanz als eigener Blogbeitrag (inklusive Verlinkung zur Organisation..) veröffentlicht werden. In diesem Fall bitte die Beiträge per E-Mail an die Künstlerin schicken!

Mittanzen – alle dürfen den Bewegungen der Tänzerin folgen, sie werden sehr einfach sein.
Parallel zur physischen Aktion findet eine begleitende Dokumentation via Online-Blog im Internet statt.

RED Silence ist eine Produktion von Aiko Kazuko Kurosaki und OBRA – One Billion Rising Austria in Kooperation mit der Plattform 20000 Frauen und der Allianz GewaltFrei leben.

Die Farbe ROT evoziert zahlreiche Assoziationen wie Liebe, Aggression, Blut oder Leidenschaft.
Der FADEN zieht sich durch traditionelle und moderne Kulturen mit Bedeutungen wie Verbindung, Vernetzung, Zusammenhalt oder Schicksal. In Kombination wird dem roten Faden starker Symbolgehalt zugeschrieben, wie die Lebensader oder Lebensfaden in der griechischen Mythologie, oder der rote Schicksalsfaden, der nach alter japanischer Vorstellung zwei Menschen miteinander verbindet. Gegenwärtig ist der Begriff ‘Rote Linie’ als Grenzsymbol, dessen Überschreitung nicht wieder rückgängig zu machende Folgen hat, wie im Kontext des Klimawandels oder in der Politik, stark präsent.

Aiko Kazuko Kurosaki realisiert RED … seit 2017 an unterschiedlichen Orten zu diversen Anlässen:

  • RED – Performance/Installation im Rahmen des Q202 AtelierRundgangs 2017
  • REDin – Rauminstallation / Performance in der Ausstellung „PAST | PRESENT | FUTURE“ kuratiert von Sira-Zoe Schmid in der Galerie ARCC.at
  • RED II – im Rahmen des Q202 AtelierRundgangs 2018
  • RED lines – connected – im Rahmen des Zyklus „UEBER_LEBEN“ im Künstlerhaus 1050, 21. 6. 2018 bis 14. 7. 2018 – partizipatives Projekt / Ausstellung
  • RED – who are you? – Installation im Rahmen der Ausstellung „ONNA“, kuratiert von Alfred Graselli und Sylvia Kummer / Galerie die Schöne, Mai 2019
  • RED – who are you? – Installation und Performance im Rahmen des Festivals “LOOK AT THIS VULVA!” kuratiert von Nina Fountedakis / Galerie Die Schöne, Juni 2019
  • Rot wie Liebe – Rot wie Blut – in Kooperation mit DanceAbility im Rahmen des OBR-Vienna 2020

Parallel dazu wurde zum Thema Femizid und Gewaltschutz seit 2018 von OBRA unter der künstlerischen Leitung von Aiko Kazuko Kurosaki „STAND-IN for OBRA“ in Form von einer aktionistischen sozialen Skulptur und als Kunstinstallation und Performance zusammen mit Petra Paul mehrmals (bis jetzt insgesamt 15x) im öffentlichen Raum, Galerien und Kunsträumen gezeigt, wobei die Farbe Rot wieder eine große Rolle spielt.

Am 25. November 2020 / 2021, dem internationalen Tag zu Beendigung der Gewalt an Frauen, soll diese Aktion als RED Silence+ in verkürzter Version (1–2 Stunden) simultan mit kooperierenden feministischen Initiativen wieder in Wien und an vielen weiteren Orten in ganz Österreich stattfinden.

Lebenslauf Aiko Kazuko Kurosaki (J / A)

  • Tanz – Choreografie – Performancekunst
  • Geboren in Tokio/Japan.
  • Studium für Tanz und Musik in Wien, Chicago. Stipendien für Tanz in Wien, Salzburg und Chicago.Konzept und künstlerische Leitung, Tanz und Choreographie für die Reihe “Tanzwerkstatt Metropol” 1988/89, Wien
  • Mitglied von Cie. Ariadone/ Carlotta Ikeda /Butoh und Assistenz von Carlotta Ikeda in Wien (z.B. beim ImPulsTanz Festival, Serapionstheater), Tokio, Paris, Berlin, Bordeaux u.a. 1991-1999
  • Zahlreiche Solo- und Gruppenprojekte (Cie.AIKO) im In- und Ausland: Uraufführung 1993, Festival f. zeitgenössische Kunst – Bozen und Meran (I), Imagetanz Festival 1994 Wien // Festival Transart Labin (K) // Haapsalu und Laanemetsa (Est) // Schaufensterprojekt 2009 / LABfactory, Wien //Intervention im öffentlichen Raum beim Q202 AtelierRundgang 2010 // < b l a n k > für “Untergang Art“ – eine Koproduktion von Tanzquartier Wien und NOMAD.theatre // Soho in Ottakring // < Nettó > f. Tanz Ist – Festival f. zeitgen. Tanz, Dornbirn (A) 2013, RED – lines connected im Künstlerhaus 1050 2018, u.v.a.
  • Gründungsmitglied vom NOMAD.theatre und LABfactory gemeinsam mit Thomas J. Jelinek
  • Aiko verwiklicht Performances, Living Installations, performative Interventionen im öffentlichen Raum, transdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle zwischen der bildenden und darstellenden Kunst.
  • Schwerpunktsetzung in umwelt- und sozialkritischen Themen: Performance/ Flashmob in der UNO-City Wien zum Gedenktag für Hiroshima und Nagasaki und gegen die Wiedereröffnung der Atomkraftwerke in Japan nach Fukushima, Ko-Initiatorin, künstlerische Leitung bei One Billion Rising Vienna – für ein Ende der Gewalt an Frauen* und Mädchen* seit 2013 vor dem Wiener Parlament, u.a. Seit 2015 Obfrau des Vereins OBRA – One Billion Rising Austria. Eine künstlerische Kampagne für ein Ende der Gewalt an Frauen* und Mädchen*.
  • Preise: 1. Preis beim Kunstwettbewerb „Save Our Ozeans – Now!“ , Förderpreis der Freien Szene Wien für One Billion Rising Vienna, Österreichischer Frauenringpreis 2018 für OBRA

www.aikaku.net
www.1billionrising.at
www.redsilence.1billionrising.at